Wochenimpuls zum Pfingstfest

von Pastoralassistentin Esther Stampfer

Ruach- die Ruach (hebräisch)

Viele Übersetzungsmöglichkeiten:

Hauch

Schnaufen

Geburtswehen

Lebenskraft

sanfter Wind

pfeifender Sturm

heftiges Atmen

Energie

Geist

Atem

 

Ein Atem, der aus dem Mund Gottes kommt

Ein Atem, durch den die Erde in der Schöpfung ihren Anfang nahm

Ein Atem, der die Welt nach der Sintflut wieder Leben einhaucht

ein Atem, der Energie frei setzt und andere in Bewegung setzt – der mich in Bewegung setzt

ein Atem, der lebendig macht und Raum schafft für Neues

ein Atem, der Leben schafft, der schöpferisch ist

ein Atem, der die Menschen verbindet

ein Atem, der auch bedrohlich sein kann, der aufrüttelt, der kaum zu bändigen ist.

Mit dem Wort ruach gehen wir zurück den Wurzeln von Gottes Geist, legen das sächliche, rationale, männliche, was im lateinischen Wort „Spiritus“ und im deutschen Wort „Geist“ mitschwingt, ab.

In dieser pfingstlichen Zeit ist uns Gottes Geistkraft zugesagt. Ruach, Gott in ihrem weiblichen Antlitz, zeigt uns, dass Gott nicht nur männlich, sondern auch weiblich gedacht werden kann und soll. Denn Gott ist mehr als alles, was wir kennen und denken können.

Und so überwindet Sie als verbindende Einheit das Trennende, vereint die Menschheitsfamilie, gibt Hoffnung auf Gleichberechtigung unter den Menschen und ist Zeichen für Gottes Dynamik und lebendige Kraft, an der wir uns erfreuen und uns allseits anvertrauen dürfen.