Die betroffenen Kinder

Wie läuft es eigentlich bei PUZ? Geschrieben am

gemeinnützige Elterninitiative PUZ behinderter Kinder in Zagreb Kroatien
Branko und Katica Tijan

Branko Tijan, der Hauswart unserer Pfarrei, engagiert sich gemeinsam mit seiner Frau Katica seit vielen Jahren aktiv für das Hilfswerk PUZ in Zagreb/Kroatien. Immer wieder spenden die Angehörigen unserer Pfarrei Küsnacht-Erlenbach für die gemeinnützige Elterninitiative behinderter Kinder. Unter anderem kommen der Erlös der Kinderfasnacht, sowie des Funtastic-Konzerts dem Hilfswerk zugute. Branko Tijan beantwortet im Interview einige Fragen zur Entstehung und zur Zukunft des Projekts.

Von Beginn bis heute mit dabei

Herr Tijan, nicht alle unsere Leser sind vertraut mit dem Hilfswerk PUZ, für das Sie sich seit vielen Jahren engagieren. Können Sie es uns kurz vorstellen?

Die unabhängige, gemeinnützige Elterninitiative PUZ behinderter Kinder wurde 1995 in Zagreb (Kroatien) unter dem Namen „Der Weg ins Leben“ gegründet. Aufgabe und Ziel bis heute ist es, schwer zerebral beeinträchtigten Kindern mittels effizienter Rehabilitation zu einem möglichst selbstständigen Leben zu verhelfen.

Was war Ihre Motivation zu helfen? Gab es ein bestimmtes Erlebnis?

Ich habe in den Ferien eine Familie mit einem zerebral gelähmten Kind kennengelernt. Dieser Familie und anderen betroffenen Familien wollte ich helfen. Ich glaube, dass es kein Zufall war, dass ich diese Familie getroffen habe, sondern irgendwie ein Zeichen Gottes.

Die Spenden fliessen direkt und vollumfänglich zu PUZ

Was waren am Anfang die grössten Schwierigkeiten vor Ort?

gemeinnützige Elterninitiative PUZ behinderter Kinder in Zagreb Kroatien
Gemeinsam geht es besser

Es gab eine Menge Schwierigkeiten zu überwinden. Das Haus war da, aber in einem schlimmen Zustand. Somit haben wir die Renovationen an die Hand genommen. Um die Baubewilligung zu erhalten, gab es einen langen Kampf mit den Behörden. Dann galt es die Handwerker zu finden. Besonders schwierig war, dass die Nachbarn zuerst keine solche Institution in ihrer Nachbarschaft wollten. Auch um die uns zustehenden Parkplätze mussten wir kämpfen, um sie zu erhalten.

Die Situation des Hauses scheint ja inzwischen stabil zu sein. Welche Herausforderung gibt es im Moment vor Ort zu bewältigen?

Das 2007 eröffnete und intensiv genutzte Haus braucht unterdessen die eine oder andere Reparatur. Um die Terrasse besser nützen zu können, soll sie als Wintergarten ausgebaut werden.

Sie haben ja schon mehrere Hilfstransporte durchgeführt und teils grosse Spendenbeträge überbracht. Womit kann im Moment am besten geholfen werden?

Weiter benötigt werden Spendenmittel, um die Renovationsarbeiten zu einem guten Abschluss zu bringen. Auch ein neuer Bus muss dringend angeschafft werden. 2005 haben wir ja einen gebrauchten Kleinbus aus Küsnacht nach Zagreb gebracht. Dieser läuft inzwischen nicht mehr.

Durch PUZ entstehen Freundschaften

Haben Sie Kontakt zu den Kindern aus der Anfangszeit, die ja unterdessen zu jungen Erwachsenen geworden sind?

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Dankbarkeit und Freude

Mit allen Kindern, die ich in all den Jahren kennengelernt habe, pflege ich immer noch Kontakt, natürlich unterschiedlich intensiv. Wir konnten vielen Familien über die Jahre helfen mit Hilfsmitteln wie Rollstühlen, Betten und vielem mehr. Einige Jugendliche haben ein Studium an der Universität abgeschlossen. Über die Jahre sind wirklich viele Freundschaften entstanden.

Im Rückblick auf so viele Jahre Einsatz, was war Ihr wertvollstes Erlebnis?

Das ist schwer zu sagen. Ich bin froh, dass dank meiner Mithilfe PUZ so weit gekommen ist, dass es funktioniert und inzwischen bekannt ist in ganz Kroatien. Ohne die grosse Mithilfe der Küsnachterinnen und Küsnachter, durch viele kleine und grosse Spendenbeiträge, und ohne die Unterstützung der Pfarrei, wäre es nie so weit gekommen. Ich bin sehr dankbar für all das, was in den vergangenen Jahren möglich war und das grosse Vertrauen, das man mir entgegenbrachte und bis heute entgegenbringt.

2 Antworten zu “Wie läuft es eigentlich bei PUZ?

  1. Bravo Branko und Katica. Einfach machen, das ist krasser als nur wollen! Habe grossen Respekt und wünsche dem ganzen Team noch weiter viel Erfolg.
    Herzlichst, Louis Grosjean

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