
Kim Wyder ist schon langjährig bei uns bekannt und engagiert. Seit Januar 2026 ist sie nun hauptberuflich bei der Kirchgemeinde Küsnacht angestellt. Gerne möchten wir unseren Leserinnen und Lesern Kim Wyder etwas näher vorstellen:
Du bist eine „waschechte“ Küsnachterin. Was bedeutet Küsnacht für Dich – und was macht diesen Ort für Dich besonders?
Küsnacht ist für mich der Ort meiner Wurzeln. Hier bin ich aufgewachsen und habe mich persönlich weiterentwickelt. Ich schätze an Küsnacht, dass es trotz aller Veränderungen an vielen Orten noch immer etwas dörfliches hat. Dass man sich kennt, sich im Coop oder beim Spaziergang durchs Dorf begegnet, bekannte Gesichter sieht und spontan ins Gespräch kommt. Dieses Gefühl von Nähe und Verbundenheit macht Küsnacht für mich besonders.
Du warst ja schon zuvor in unserer Pfarrei tätig. Was hat Dich motiviert, nun ganz hier einzusteigen?
Bis anhin hatte ich zwei verschiedene Jobs, was auf Dauer immer anspruchsvoller miteinander zu koordinieren war. Gleichzeitig war es schon länger mein Wunsch, mich stärker in die Arbeit mit jungen Erwachsenen zu vertiefen und mich voll und ganz auf die Projekte der Pfarrei einlassen zu können. Die Möglichkeit, dies nun mit einem grösseren Pensum zu tun, war für mich ein sehr stimmiger nächster Schritt.
Was ist dein beruflicher Werdegang und was hat dich zur Jugendarbeit gezogen?
Rückblickend hätte ich wohl schon früh wissen können, dass mich mein Weg einmal in die Jugendarbeit führen würde. Bereits mit 14 oder 15 Jahren leitete ich die Mädchen-CEVI in Küsnacht, und mit 15 nahm ich zum ersten Mal als Hilfsleiterin am Pfarreilager teil. Diese Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und die Gemeinschaft aus ganz unterschiedlichen Menschen hat mich von Anfang an fasziniert.
Mein beruflicher Weg verlief aber nicht geradlinig, sondern vielseitig. Genau diese Breite ist heute ein grosser Gewinn für meine Arbeit. Nach meiner Lehre als Buchhändlerin arbeitete ich mehrere Jahre in einem grossen Warenhaus, vom Kundendienst bis zur Leitung des Backoffice. Danach folgte eine Tätigkeit als Assistentin in einer Unternehmensberatung. Ein wichtiger Schritt war die Chance, bei der Gemeinde Küsnacht die Co-Leitung der Freizeitanlage Sunnemetzg zu übernehmen. Parallel dazu absolvierte ich berufsbegleitend ein vierjähriges Studium an der Hochschule Luzern im Bereich Soziale Arbeit, Fachrichtung Soziokulturelle Animation.

Nach Abschluss meines Bachelors ergab sich die Möglichkeit, in der Pfarrei in einem Teilpensum in der Jugendarbeit zu starten. Mein erstes Pfarreilager im Jahr 2002, das mich menschlich stark geprägt hat, ist heute, fast 24 Jahre später, zum Mittelpunkt meiner beruflichen Tätigkeit geworden.
Welche Aufgaben und Schwerpunkte wirst Du in Deiner neuen Funktion bei uns übernehmen?

Das Lager ist nach wie vor ein zentraler Bestandteil meiner Arbeit. Durch mein höheres Pensum kann ich mich nun intensiver auf die Begleitung und Unterstützung des Leitungsteams einlassen und Jugendarbeit vertieft gestalten. Dazu gehören auch der FUNTASTIC-Chor sowie die Kinderfasnacht, für die ich nun mehr zeitliche Ressourcen habe. Daneben gibt es auch administrative Aufgaben aufzuarbeiten, die in den letzten Jahren zu kurz gekommen sind.
Gibt es Projekte oder Ideen, die Dir besonders am Herzen liegen und die Du in nächster Zeit umsetzen möchtest?
Ja, insbesondere die Mädchenarbeit liegt mir sehr am Herzen. In diesem Bereich möchte ich künftig wieder verstärkt Projekte aufnehmen. Zudem sehe ich grosses Potenzial in der Begegnung zwischen jüngeren und älteren Menschen und kann mir gut vorstellen, auch generationenübergreifende Projekte zu entwickeln.
Was wünschst Du Dir für die Jugendlichen (und jungen Erwachsenen) in unserer Pfarrei?
Ich wünsche mir, dass sie die Pfarrei als einen Ort erleben, an dem sie willkommen sind – mit allem, was sie sind und mitbringen. Einen geschützten Raum, in dem Fragen, Zweifel und Diskussionen Platz haben, in dem sie Gemeinschaft erfahren dürfen und Dinge ausprobieren und sich weiterentwickeln können.
Und zum Schluss ganz persönlich: Was machst Du gern, wenn Du nicht gerade für die Pfarrei unterwegs bist?
Ich bin sehr gerne kreativ: sei es beim Töpfern, Malen, Umdekorieren der Wohnung oder beim Gärtnern auf der Terrasse. Zudem bin ich viel und gerne in der Natur unterwegs. Die Berge sind für mich ein wichtiger Auftank-Ort. Ich verbringe gerne Zeit mit Freunden, schätze aber genauso ruhige Momente und Zeit für mich und für meinen Verobten.
Herzlichen Dank für Deine Zeit und wir freuen uns sehr, Dich bei uns zu haben!
Das Interview führte Thomas Jehle

Liebe Kim
Wir sind sehr froh, dich bei uns zu haben. Ich wünsche dir, im Namen der gesamten Kirchenpflege, weiterhin viel Freude und Erfüllung in Deiner Tätigkeit.
Herzliche Grüsse,
Louis
Liebe Kim
Ich schlisse mich den Wünschen von Louis gerne an. Auch der Pfarreirat nimmt Eure Tätigkeiten und Dein Engagement für die Pfarrei wahr und freut sich über Deine/Eure gelungenen Aktionen.
Herzlichen Gruss
Andreas Matthaei