Hausgottesdienst in der Fastenzeit

Hausgottesdienst in der Fastenzeit – mit und für Kinder

von Pastoralassistent Thomas Jehle

Vorbereitung:

Damit ein Gottesdienst „rund“ läuft, braucht es ein wenig Vorbereitung. Dazu gehört es einen Raum auszusuchen, wo alle Platz haben und sich wohlfühlen. Diesen kann man dann dekorieren, indem man z.B. eine „Mitte“ gestaltet, mit einer Kerze, einem Kreuz, vielleicht sogar ein paar Blumen. Als nächstes braucht es eine Person, die durch den Ablauf leitet und andere, die bereit sind etwas vorzulesen, vorzubeten, singen oder zu musizieren.

Dieser Ablauf ist ein Vorschlag und kann selbstverständlich beliebig verändert oder mit anderen kombiniert werden.

Beginn:

Eine/r: An jedem Sonntag und an vielen anderen Tagen kommen die Menschen zusammen, um gemeinsam zu beten. Wir dürfen in Gemeinschaft sein, Gott danke sagen, singen und die spannenden Geschichten aus der Bibel hören. Weil Gott selber zu unserem Gottesdienst dazukommt zünden wir als Zeichen seiner Anwesenheit eine Kerze an und machen das Kreuzzeichen + (Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.)

Kerze anzünden.

Eine/r: Lieber Gott, du hast uns eingeladen. Wir sind da (alle dürfen laut ihren Namen sagen). Wie es uns auch geht, ob wir lachen oder weinen, ob wir fröhlich sind oder uns Sorgen machen: Du bist bei uns. Dafür wollen wir dir danken. Heute und alle Tage.

Alle: Amen.

Lied: Im KG ab Nr. 153 sind einige Gesänge für Kinder abgedruckt. Alternativ kann man auch ein Lied aus dem Internet abspielen z.B : Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht (https://www.youtube.com/watch?v=kV0Tc9PpjKs)

Evangelium (Mt 5, 43-48)

Eine/r: In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

„Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.“

 

Nun kann man sich über das Evangelium austauschen. Was bedeutet es seinen Nächsten zu lieben? Was tun wir in der Familie/in der Gesellschaft, dass wir es gut miteinander haben?

Fürbitten:

Bei den Fürbitten darf jede/r seine Sorgen, Bitten und Wünsche an Gott laut aussprechen oder in Stille für sich sagen. Eine Gestaltungsmöglichkeit mit Kindern ist, mit einem Wollfaden ein Fürbittband zu machen. Dabei erhält jeder einen Faden, spricht seine Bitte aus oder schreibt sie auf einen Zettel und hängt diesen an seinen Faden, welcher dann mit den anderen Fäden verknüpft wird. Das so entstandene Band bleibt sichtbar und macht deutlich, dass wir alle mit- und füreinander da sind und unsere Anliegen miteinander teilen. Anfang und Ende können zu einem Kreis verbunden und um die Kerze oder das Kreuz gelegt werden.

Davor/bzw. dazu kann gebetet werden:

Guter Gott, Du verbindest uns Menschen miteinander. Du verbindest uns auch mit dir, Gott. Du bist in Verbindung mit uns allen. Daran knüpfen wir unsere Bitten an. Wir sagen dir unsere Gedanken. Gott, wir denken an alle, die wir liebhaben. Sei bei ihnen, was immer sie tun, wo immer sie sind. Du bist unser Gott. Wir sind alle Deine Kinder, große und kleine. Wir sind miteinander verbunden und beten zu dir mit den Worten, die du geschenkt hast:

Vater Unser (Dazu können wir mit unseren Händen eine offene Schale formen)

Alle: Vater unser im Himmel geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen

Segen:

Im Segen sagt uns Gott Gutes zu. Die Eltern sind eingeladen, stellvertretend ihre Kinder zu segnen, z.B mit einem Kreuzzeichen auf die Stirn und dazu einen Segenspruch frei oder vorformuliert zu sprechen, zum Beispiel:

Der Herr segne dich, er lasse dein Leben gelingen, deine Hoffnung erblühen. Der Herr behüte dich, er umarme dich in deiner Angst, er schütze dich in deiner Not, er erfülle dich mit seiner Liebe. Der Herr nehme dich an die Hand, führe, begleite und halte dich. Sein Segen komme über dich und bleibe alle Zeit mit dir.

Amen.

Auch die Kinder dürfen, wenn sie es mögen und können, ihren Eltern den gleichen Segensspruch zusprechen.

Abschlusslied: Z.B: Gottes Liebe ist so wunderbar (https://www.youtube.com/watch?v=kTYsYoAFYoI) oder eines nach Wahl aus der Broschüre.